Transition Town Frankfurt am Main e.V.
Über uns
Foto © Bernd Roselieb
Transition Town Frankfurt am Main e.V. – Stadt im Wandel
Transition Town Frankfurt wurde im November 2011 im "Metropol" am Dom von etwa 20 Wandelbegeisterten gegründet. Nachdem sich erste Strukturen und Gruppen gebildet hatten, waren schnell konkrete Projekte da: Solidarische Landwirtschaft, Urban Gardening Projekte, ein Repair-Café, Bienen, Regional-Geld, Auftritte bei Diskussionsrunden und vieles mehr. Schnell merkten wir auch, dass Frankfurt in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz durchaus eine aktive Stadt ist, es gibt hier eine Vielzahl an Initiativen, Projekten, Aktiven, die alle ein gemeinsames Ziel haben. Daher haben wir uns auch schnell auf's Netzwerken konzentriert - denn wozu Arbeitsgruppen gründen, wenn es bereits wunderbare Gruppen gibt. Vernetzung und sichtbar machen, das ist daher auch einer unserer Schwerpunkte.
Um das zu Verstärken, war dann 2014 der "Wandeltag" geboren - ein Aktionstag, auf dem Initiativen, Gruppen und ganz viele Menschen ihre Arbeit für die Stadt und die Umwelt sichtbar machen, sich kennenlernen, miteinander feiern, planen, machen. Seit dem Beginn damals mit dem "Blauen Haus" ist der Wandeltag stetig gewachsen. 2018 wurde er dann zusammen mit dem "Pier Festival" vom Pier F - Zukunftshafen zum "Grünwärts-Festival". 2021 und 2024 wurden daraus die "Wandeltage" mit Aktionen verteilt über ganz Frankfurt.
Der März 2015 stellte gleich im doppelten Sinne einen herausragenden Monat für uns dar: Zum einen wurde Transition Town Frankfurt mit dem mit 2000,- € dotierten Förderpreis der Carl- und Irene Scherrer-Stiftung ausgezeichnet. Das motivierte uns sehr, unseren Weg fortzusetzen und auszubauen. Dann fand noch im selben Monat unsere Vereinsgründung statt. Wir hatten eine Größe erreicht, die auch formale Strukturen benötigte, es führte also kein Weg dran vorbei.
2017 gab es dann die Möglichkeit, vom Bund bereitgestellte Fördermittel zum Thema "Kurze Wege für den Klimaschutz" zu erhalten. Mit diesen Mitteln war es möglich, Projekte mit bezahlten Stellen umzusetzen. Transition Town Frankfurt bewarb sich mit zwei Projekten - "Gemeinschaftsgarten Tortuga" und "Heddernheim im Wandel" - und bekam beide für zwei Jahre finanziert. Zwei weitere Meilensteine.
Seit 2018 engangieren wir uns verstärkt als
Träger, als "Möglichmacher" für nachhaltige, klimataugliche und ressourcenschonende Projekte. Wir arbeiten dabei häufig mit anderen Vereinen, Stiftungen, Initiativen und der Stadt Frankfurt zusammen.
Wir sind
in erster Linie für etwas - ein lebenswertes, nachhaltiges, tolles Frankfurt zu erhalten, zu schaffen, zu wandeln.
Wir wollen
- nachhaltig, solidarisch, kreativ, gemeinschaftlich und respektvoll einen positiven und nachhaltigen Wandel in unserer Stadt anstoßen und gestalten.das Leben positiv gestalten.
- Das Beste für das Gegenüber, die Gemeinschaft und jede/n einzelnen anstreben.
- Nach Permakulturprinzipien handeln:
- Für die Erde sorgen und sie erhalten
- Für die Menschen sorgen und ein positives Miteinander fördern
- Erträge teilen, Energie sparen
- Konsum und Ressourcenverbrauch reduzieren
Permakulturprinzipien nach David Holmgren: PDF zum Download
Wir miteinander
- Jeder ist willkommen, der unsere Haltung und Prinzipien mit trägt.
- Wir wollen einander stets mit Wertschätzung, Respekt und Toleranz begegnen.
- Wir wollen einander zuhören und ausreden lassen.
Wir mit anderen
- Wir wollen Transition-relevante Initiativen, die sich für nachhaltige, ökologische, soziale und kulturelle Interessen der Menschen im Frankfurter Raum einsetzen, unterstützen und mit ihnen zusammenarbeiten.
- Dazu gehört, dass wir uns mit anderen Gruppen, Vereinen, NGO’s, Initiativen und der Kommunalpolitik vernetzen und Gemeinsamkeiten suchen.
- Wir wollen Alte und Junge, Senioren und Kinder zusammenbringen und nachhaltige Gemeinschaft fördern.
Transition Town - was ist das?
Hintergrundwissen über Städte im Wandel im Web
- Webseite der deutschsprachigen Transition-Town-Initiativen: transition-initiativen.de
- International (auf Englisch): transitionnetwork.org
- Transition Town auf Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns
- Artikel in GEO 5/2010: "Transition Town: Testfall Totness":
geo.de/natur/nachhaltigkeit/5554-rtkl-transition-town-testfall-totnes
Lesenswerte Bücher

Energiewende – Das Handbuch
Anleitung für zukunftsfähige Lebensweisen
von Rob Hopkins
Es gibt ein Leben nach dem Öl! Und das fängt in unseren Köpfen an: Energiewende.
Das Öl geht aus. Was tun? Rob Hopkins zeigt uns, wie unser gutes Leben von heute auch dann noch möglich ist.
In wenigen Jahren wird die weltweite Ölförderung ihr Maximum erreicht haben. Gleichzeitig steigt der Ölkonsum dramatisch. Jede Plastiktüte, jeder Fernseher, die Tastatur, mit der dieser Text getippt wurde, jede Pille, jeder Lichtschalter, der Strom im Netz, fast alles besteht aus oder beruht auf Öl. Die Welt, in der wir leben, wird sich in den kommenden Jahrzehnten radikal verändern. Doch bedeutet das nicht, dass es keine Chance auf einen Neuanfang gibt. Es gilt, ein neues Zeitalter einzuläuten, das Zeitalter eines neuen Energiekonzepts. Dafür ist radikales Umdenken unbedingte Voraussetzung, wie Rob Hopkins in diesem Handbuch zeigt, „einem klugen und praktischen Leitfaden, der uns ermutigt, globales Denken und lokales Handeln miteinander zu verbinden“ (The Guardian). „wir können eine Menge tun, um uns auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Energie nicht mehr aus nie versiegenden Quellen sprudelt, sondern sinnvoll und in Maßen gebraucht werden muss.“ Vor fünf Jahren entwickelte Hopkins ein Konzept zur Energieeinsparung, das in immer mehr Städten und Kommunen Anwendung findet, und in mittlerweile 78 britischen und amerikanischen Gemeinden übernommen worden ist. Energiewende-Initiativen, die „Transition Town Totnes“, wurden gegründet, mit dem Ziel, sich unabhängig zu machen von fossilen Energieträgern und großen Energiekonzernen, mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Errungenschaften und mit dem systematischen Aufbau von Permakulturen.
Ein Buch für jeden, der den Kopf nicht in den Sand stecken und sich gottergeben von kommenden Krisen überrollen lassen will.
Verlag Zweitausendeins (nur noch antiquarisch erhältlich)
Gemeinsam die Zukunft gestalten
Ein Leitfaden für Transition Initiativen
Worum gehts?
Wenn Ihr wissen wollt, wie man eine Initiative gründet, welche spannenden Projekte in anderen Ländern laufen, wenn ihr nach guten Tipps für die Netzwerkarbeit sucht oder herausfinden wollt, wie man neue Mitglieder gewinnt, dann seid ihr hier genau richtig.
In diesem Büchlein hat das Transition Network im Jahr 2016 die Erfahrungen der ersten 10 Jahre komprimiert aufbereitet. Es gibt viele gute Beispiele und Erfahrungen von Initiativen aus aller Welt, sortiert nach den sieben wichtigsten Transition-Zutaten:
- Starke Gruppen bilden
- Positive Vision
- Deine Umgebung begeistern
- Netzwerke und Kooperationen
- Praktische Projekte
- Teil der großen Bewegung werden
- Nachdenken und Feiern
Hier könnt Ihr den Leitfaden herunterladen:
Gemeinsam die Zukunft gestalten
www.transition-initiativen.org/transition-gruendungs-leitfaden
Einfach. Jetzt. Machen!
Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen
von Rob Hopkins
Wir befinden uns im Jahre 2014 n. Chr. Der ganze Erdball steht Peak Oil und dem Klimawandel ohnmächtig gegenüber. Der ganze Erdball? Nein! Mehr als 1000 engagierte Kommunen und Initiativen haben begonnen, vor Ort Widerstand zu leisten. Die Bewegung, die sie eint, heisst Transition, ihre Ziele: Krisenfestigkeit und der Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Ob es nun darum geht, Solaranlagen zu errichten, gemeinsam zu gärtnern oder sich bei der Erstellung einer Homepage zu unterstützen, ob in Seattle eine »Tool Library« ins Leben gerufen wird oder eine »Pflückoasen« im hessischen Witzenhausen – überall auf der Welt werden Menschen aktiv und nehmen ihre Zukunft wieder selbst in die Hand. Anhand zahlreicher Beispiele des Gelingens schildert das Buch, wie man Probleme vor Ort identifiziert, Lösungen entwickelt und Mitmenschen mobilisiert, frei nach dem Motto: »Mit lokalem Tun die Welt verändern.«
Energiewende? Ja bitte!
Unsere Welt - aus ökologischer Sicht, Band III
von Sebastian Leinert
Eine „Energiewende“ ist in Anbetracht des Klimawandels unbedingt notwendig. Darüber stimmen nahezu alle Experten weitestgehend überein. Heiß umstritten sind allerdings wegen der enormen gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen dieses Jahrhundert-Prozesses das „Wie?“ und „Wann?“.
Dieses Buch versucht, die heutige Ausgangssituation bei den herkömmlichen wie auch den Erneuerbaren Energien darzustellen. Im Hauptteil werden fossile/atomare und Erneuerbare Energien in ihrer Wirkung unter neun Aspekten verglichen. Diese decken das Feld von der „Emission von Treibhausgasen“ über „Soziale Auswirkungen“ bis hin zu „Kosten und Subventionen“ weitgehend ab. Auf dieser Grundlage werden Empfehlungen für das Verhalten von Gesellschaft und Politik sowie für jeden dasjenige jedes Einzelnen formuliert. Noch kann die „Energiewende“ zu einem guten Ende geführt werden. Doch ein grundlegender Kulturwandel ist dafür unerlässlich.
Urbane Transformation
Zum guten Leben in der eigenen Stadt
von Davide Brocchi
In einer Zeit der multiplen Krisen und sozialen Polarisierungen wird Nachhaltigkeit mehr und mehr zu einer globalen Notwendigkeit, zu einer existenziellen Frage, die jeden betrifft. Bisher ist der Nachhaltigkeitsprozess wie der Prozess der Globalisierung vorangetrieben worden: vor allem top-down, von oben nach unten. Diese Form politischer Steuerung ist jedoch nicht nur ein Teil der Lösung, sondern auch ein Teil des Problems. Deshalb gewinnen partizipationsorientierte Strategien (bottom-up) und insbesondere die Veränderungen in den Städten an Bedeutung für einen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit. Doch wie können die Bürger/innen die Stadtentwicklung mitbestimmen und mitgestalten? Wie kann die Stadt zum Labor neuer Wohlstandsmodelle (Suffizienz, Gutes Leben, Buen Vivir) werden? Wie lässt sich urbane Resilienz stärken?
Das Buch liefert Konzepte und konkrete Strategien für einen nachhaltigen Städtewandel und reflektiert die Spannungsfelder einer urbanen Transformation (u. a. Nachbarschaft, Stadtregierung, Geld, Kommunikations- und Organisationsformen, Kultur). Dabei stützt es sich auf die Beobachtungen
und Erkenntnisse aus einem umfassenden Realexperiment in Köln: Seit 2013 findet dort einmal jährlich der Tag des guten Lebens statt.
Befreiung vom Überfluss
Eine Postwachstumsökonomie für das 21. Jahrhundert
von Niko Paech
Komplett überarbeitete Neuausgabe des Degrowth-Klassikers
Meine Smartwatch, mein Auto, mein Haus: Konsum und das Streben nach »mehr« dominieren unsere Gesellschaft. Niko Paech forderte schon 2012 eine radikale Abkehr von diesem Weg. Er warnte vor den falschen Versprechen »grünen« Wachstums und prognostizierte, dass trotz aller Klimagipfel und »nachhaltigen« Produkte die Zerstörung der Umwelt weiter voranschreiten würde. Und er behielt recht.
Sein legendäres Manifest prägte die Debatte über das Wachstumsdogma. Nun liegt es in einer komplett aktualisierten Auflage vor. Paechs Gedanken sind heute aktueller denn je: Er zeigt, wie eine Postwachstumsökonomie zu einer ökologisch verantwortbaren, resilienten und sozial gerechten Lebensweise führen kann.
In einer erschöpften Welt bietet Paech eine Vision der Genügsamkeit, die nicht Verzicht, sondern Befreiung bedeutet.
Die Gemeinwohl-Ökonomie
Eine demokratische Alternative wächst
von Christian Felber
Die Gemeinwohl-Ökonomie beruht – wie eine Marktwirtschaft – auf privaten Unternehmen und individueller Initiative, jedoch streben die Betriebe nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls. Nach sieben Jahren sind es bereits 2300 Unternehmen und weitere 200 Organisationen, die das Modell unterstützen, immer mehr Schulen, Universitäten, Gemeinden und Regionen beteiligen sich. Die Bewegung reicht inzwischen von Schweden bis Chile und Ghana.
Videos & Filmempfehlungen
Rob Hopkins -
EINFACH.JETZT.MACHEN.
Vortrag vom 3.7.14 in Bielefeld (auf Englisch mit deutschen Untertiteln)
In Transition 1 (OMU)
From oil dependence to to local resilience
In Transition 2.0
A story of resilience and hope in extraordinary times
Tomorrow
Die Welt ist voller Lösungen
WAS IST TOMORROW?
Ein Film über die Lösungen die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Von dem Aktivisten Cyril Dion und der Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“). Mit einer Million Zuschauern in Frankreich. Und einem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.






